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Thank God It's Monday

Drei gute Gründe, warum die Revolution der Arbeitswelt jetzt erst wirklich beginnt, die Generation Y aus dem Vollen schöpfen kann und sich ein Blick in unser Buch Thank God it’s Monday lohnt.

Thank God it's Monday.

Außer Thesen nichts gewesen?

Geschuftet haben sie. Morgens, mittags, abends und dazwischen auch. Erst sieben, dann sechs und schließlich fünf Tage die Woche. Es waren unsere Groß- und Urgroßväter, die Stück für Stück die Privilegien – wenn man sie so nennen mag – der Arbeiterschaft erstreikt haben. 40 Stunden pro Woche. Urlaub. Rente mit 63. Auf einmal musste man sich mit der Frage beschäftigen, wen man denn da geehelicht hatte. Konnte ja keiner ahnen, dass man im Tausch gegen Wochenendarbeit so diffizile Angelegenheiten wie Privatleben bekommen würde.

Irgendwann war dann Schluss mit der Streikerei. Ob es das drohende Privatleben war, oder die Arbeitgeberinteressen, die sich durchgesetzt hatten, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Aber lange gehalten haben die Erfolge nicht: Seit drei Jahrzehnten wird uns wieder allseits versichert, wir müssten kürzer treten - und zwar nicht was die Arbeitszeit betrifft. Agenda 2010, SPD-Minister, die Urlaube im Inland statt höhere Löhne empfehlen und nicht zuletzt eine Kanzlerin, die sogar in ihrer Neujahrsansprache faselt wir sollten leistungsbereiter sein. Allein das Wort.

Es ist die Generation, die nichts anderes mehr kennt als jene Phrasen und den arbeitskulturellen Stillstand der letzten Jahrzehnte, die jetzt die Schnauze voll hat: Die Generation Y. Sie entert mit großen Schritten und einem prallen Forderungskatalog die Arbeitswelt. Witzigerweise waren die Bedingungen aller vorhergehenden Arbeitskämpfe immer rein quantitativer Natur: Mehr Geld, weniger Arbeit.

Auf die Idee, dass Arbeit nicht notwendigerweise schlecht sein muss, ist man gar nicht erst gekommen. Die Generation Y holt das jetzt nach. Sie fordert nicht nur weniger Arbeit sondern empfindet den Begriff Work-Life-Balance, mit dem sich viele über Jahre haben hinhalten lassen, als blanke Ironie. Warum soll man sich zwischen Leben und Arbeit entscheiden müssen?
Ihre Forderungen sind Freiheit, Gleichheit, Teamarbeit. Zur Not auch für weniger Geld, wenn sich dadurch Freiheitsgewinne erzielen lassen.

Was sich im Ohr eines braven Rentenversicherungseinzahlers der letzten 40 Jahre gleichermaßen überheblich und märchenhaft anhört, hat deutlich bessere Aussichten auf Erfolg als alle Arbeiter- oder Arbeitnehmerbewegungen der letzten 100 Jahre. Dafür gibt es drei wichtige Trends, die die Bewegung der Generation Y befeuern.

Erstens: Der demographische Wandel
Die Babyboomer werden gerade 50. Seit dem sind die Geburtenraten rückläufig. Die nachfolgenden Generationen geben sich pandaesk fortpflanzungsmuffelig. Zum einen lässt dieser Trend die bestehenden Sozialsysteme kollabieren. Zum anderen hievt es zumindest die gut ausgebildeten Mitglieder der nachrückenden Generation in eine hervorragende Verhandlungsposition was die Arbeitsplatzwahl angeht. Diese Ausgangsposition ist deutlich besser als bei allen Generationen seit dem Krieg zuvor.

Zweitens: Die Digitale Revolution
Die digitale Revolution schafft neue Möglichkeiten und ein neues kulturelles Bewusstsein für Freiheit. Theoretisch können die meisten modernen Tätigkeiten von überall ausgeführt werden. Alles ist überall und jederzeit verfügbar. Mit den technologischen Entwicklungen und der fortschreiten Globalisierung ist die freie Wahl und das Bedürfnis sein Leben selbst zu gestalten – sei es analog oder digital – in unserer Gesellschaft rasant gewachsen. Die Freiheit der Wahl ist der neue Streik. Nicht für wie viel wir arbeiten ist entscheidend. Sondern für was, für wen, wo und wie lange. Dieses Selbstverständnis schafft Alternativen und eine noch bessere Verhandlungsmacht.

Drittens: Der Innovationsdruck
Nicht mehr reine Effizienz sondern Innovationsfähigkeit entscheidet den Wettbewerb. Neuere, nutzerfreundliche Produkte müssen angesichts unzähliger Alternativen her. Aber Innovation ist ein anderes Geschäft als Effizienz. Es braucht ein anderes Mindset, andere Unternehmensstrukturen und frische Geister um innovative Produkte zu entwickeln. Hier ist die Generation Y gefragt. Sie kennt sich damit aus. Sie kann dem Opa das SMS-schreiben beibringen. Die meisten Unternehmen haben verstanden, dass sie etwas tun müssen. Wie noch lange nicht. Auch hier entsteht ein Trend, der den Forderungen der Gen Y nach anderer Arbeit Nachdruck verleiht. Und auf der anderen Seite, die Einsicht, dass die Unternehmen die Mitglieder der Generation Y noch brauchen könnten.

Es sieht also wieder einmal so aus als könnte es klappen mit der Revolution. Das Thema zumindest ist auf dem Vormarsch. Gründe genug gibt es auch. Aber wie soll das nur funktionieren?
Genau darüber haben wir ein Buch geschrieben. Ein Buch aus der Generation Y über die Möglichkeiten die Arbeitswelt zu revolutionieren und Veränderungen zu gestalten. Es ist unsere eigene (bislang) Erfolgsgeschichte. Die Geschichte von Dark Horse.

“Thank God it’s Monday” ist erschienen im Econ Verlag und bringt Einsichten aus der Welt der Innovation, des posthierarchischen Managements und über die Bedürfnisse der Generation Y.

www.thankgoditsmonday.de

Der Film zum Buch

Gerne berichten wir auch Live und in Farbe von unserem Wahlfamilien-Unternehmen. Das sieht dann zum Beispiel so aus, wie der folgende Vortrag auf der Act Different Konferenz:

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